Marketingkommunikation im Tourismus

Gemäss Daten des Wirtschaftsforums Graubünden (2015) stagniert der Tourismus im Schweizer Alpenraum seit mehr als einem halben Jahrhundert. Auch Influencer können der Marketingkommunikation von Tourismus­destinationen und -Betrieben nicht auf die Sprünge helfen – insbesondere da die Marketingkommunikation insgesamt als wenig relevant erscheint. Dies gemäss Prof. Pietro Beritelli, Forschungs­zentrum für Tourismus und Transport der Uni St. Gallen.

Die Web­forschung beschäftigt sich seit mehr als zwei Jahr­zehnten kritisch mit den ver­schiedenen Ausprägungen des Social Mediamarketings im Tourismus – länger schon, als es „Influencing“ überhaupt gibt – und kommt stets zum selben Schluss: Weil Reisen und „Ferien“ individuellen und sozial­psychologischen, damit komplexen Entschei­dungs­mechanismen gehorchen, sind unper­sönliche, eindimensionale Kommunikationsmassnahmen wie z. Bsp. aufwändige Image­kam­pagnen, von gerin­ger Bedeutung, geschweige denn, dass sie für sich allein wirksam wären.

Indessen scheren sich die Akteure im Schweizer Tourismus wenig um fakten­basierte Wir­kungsmessung in der Marketingkommunikation. Vielmehr geht es eigentlich v.a. darum, den eigenen Anteil am Subventionskuchen politisch zu mehren. Mit dieser Form von Struktur­erhaltung gerät die gesamte Branche im weltweit wachsenden Tourismusgeschäft immer weiter ins Hintertreffen. Trotzdem gelingt es heutzutage besonders mit Webmarketing – und aktuell mittels des Hypes um KI – besonders gut, Gelder für die Tourismusförderung locker zu machen. Da kommen die Influencingkonzepte gerade recht…

Influencing_publ. FA2

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